Der Germanium-Pre des US-Herstellers Chandler Ltd. ist ein neuartiger 4Band Equalizer auf der Basis von Germanium Transistoren. "Germanium Transistoren zeichnet eine natürliche und musikalische Wiedergabe aus, die mit herkömmlichen Siliziumtransistoren nicht erreichbar ist." sagt Wade Goeke, Designer der Chandler Germanium Serie.
Die zwei Bänder für den Bassbereich mit je einem Band zur Anhebung und einem Band zur Absenkung sind an dem berühmten Pultec/Lang Design angelehnt und passiv ausgelegt. Beide Bänder können auch in der Wirkungsweise miteinander verkoppelt werden, sehr schöne und interessante klangliche Ergebnisse sind damit möglich.
Das Presence und das Treble Band sind aktiv ausgelegt und orientieren sich an den englischen Klassikern der 60er und 70er Jahre. Um eine grosse Bandbreite verschiedenster Sounds zu realisieren besitzt der Germanium-Equalizer zusätzlich einen Drive- und einen Feedbackregler, sowie eine Thick-Schaltung.
Spezielle Ein- und Ausgangsübertrager wurden von Chandler Ltd. entwickelt, die die besten Eigenschaften der berühmten Übertrager von St. Ives und Gardners miteinander vereint. Das Gerät arbeitet mit +40 Volt Versorgungsspannung und verfügt über einen max Ausgangspegel von +34dB.
Dieser Equalizer ist sicherlich einer der flexibelsten überhaupt auf dem Markt. Die Bässe sind sehr rund und fett, das Höhenband wunderbar seidig klingend. Mit diesem Equalizer kann selbst aus der laschesten Bassdrum noch ein enormer Druck erzeugt werden, ohne dass das Signal sehr bearbeitet und verformt klingt. Eine wunderbare "Allzweckwaffe"
Das Studiomagazin schreibt in seinem Testbericht Heft 03/07: Achtung, man neigt dazu, nicht genug zu bekommen und landet schnell bei einem Tiefenbild, das jenseits von Gut und Böse ist, allerdings immer noch fantastisch klingt. Ich habe von Schlagzeug über Gesang und Gitarren einiges ausprobiert und war von den Ergebnissen absolut begeistert. (...) Eine Anhebung bei 20 kHz und bei einer Akustikgitarre geht die Sonne auf. Knorrige, abgrundtiefe Bässe, knallige, fette Bassdrums, glänzende Akustikgitarren mit viel Körper, kräftige, kristallklare Stimmen, harte, aber dennoch nicht unangenehme Pianoklänge… alles kein Problem. Der Nachteil: Man braucht zwei von diesen Dingern. Ich neige sogar dazu, ein Pärchen davon beim Mastering einzusetzen, wenn man etwas auf das Rauschen aufpasst und dabei die Gegenkopplung auf kleinen Werten hält. Ein paar Versuche in dieser Richtung haben mich schier umgehauen. Es gibt fast nichts Vergleichbares.
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